• Germanische Lanzenspitze mit Messingeinlagen

  • Germanische Lanzenspitze (Detail)

  • Germanische Lanzenspitze mit Fischgrätenmuster

  • Germanische Lanzenspitze mit Fischgrätenmuster (Detail)

  • Germanische Pfeilspitze

  • Germanischer Zügelendbeschlag

Germanische Waffenfunde

Das germanische Fundmaterial tritt in der Anzahl deutlich hinter den römischen Funden zurück. Eine eiserne Lanzenspitze mit Mittelgrat, facettierter Tülle und Messingeinlagen gehört zu den eindrucksvolleren Stücken. Es ist davon auszugehen, dass diese Waffe einem germanischen Offizier oder sogar dem Fürst, der an der Spitze einer germanischen Gefolgschaft stand, zuzusprechen ist. Vermutlich hat sich dieser nicht aktiv an den Kämpfen beteiligt, sondern von einer vermeintlich sicheren Position zu Pferd strategische Anweisungen gegeben.

Auffallend im Fundmaterial ist eine weitere Lanzenspitze, die mit einem fein geritzten Fischgrätenmuster verziert ist. Ein Zügelkettenendbeschlag weist auf die Beteiligung von berittenen germanischen Offizieren bzw. Reiterei hin.

Die Bewaffnung der einfachen Krieger bestand im 3. Jh. n. Chr. vor allem aus Lanzen, die als Hieb- und Stoßwaffe im Nahkampf zum Einsatz kamen. Eine besondere Einheit bildeten die germanischen Bogenschützen, die im Gegensatz zu den kleinen römischen Kompositbögen, große Langbögen aus Eibenholz verwendeten. Um eine stabile Flugbahn und eine Reichweite von bis zu 150 m zu gewährleisten, wurden die Pfeile mit schweren weidenblattförmigen Spitzen und solchen mit Widerhaken bestückt.

Weitere Funde:

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