• Geschossbolzen

  • Pilum

  • Speerspitze

  • Pfeilspitzen

  • Fragment eines Kettenhemdes

  • Visierschutz

Römische Waffenfunde

Die in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Günther Moosbauer untersuchten römische Funde finden weitgehend Entsprechungen in dem Fundmaterial aus den Auxiliarkastellen, die wie Eining/Abusina in Raetien um 260 n. Chr. aufgegeben wurden. Zu den herausragenden Funden gehören drei vollständig erhaltene Tüllenpila, die durch den Einsatz bedingt verbogene Schäfte und gestauchte Spitzen aufweisen.

Neben den zahlreichen Angriffswaffen zählen die wenigen Funde von Schutzwaffen zu den Highlights. So konnten Fragmente von Beinschienen, drei römischen Helmen vom Typ Niederbieber und die Reste von Schutzpanzern unterschiedlicher Formen, wie Schienenpanzer (Lorica Segmentata), Schuppenpanzer (Lorica Squamata) und Kettenpanzer (Lorica Hamata), erfasst werden. Die Verluste von Pila, Helmen und Körperpanzern zeigen, dass die römischen Truppen am Harzhorn schwere Verluste erlitten.

Besonders häufig vertreten ist am Harzhorn ein auffallend einheitlicher Typ lanzettförmiger römischer Speerspitzen mit quadratisch ausgeschmiedeter Spitze, die vielleicht in Verbindung mit den in den antiken Quellen erwähnten „maurischen Speerschleuderern“ gebracht werden können. Dreiflüglige eiserne Pfeilspitzen sind ein Hinweis auf die Präsenz orientalischer Bogenschützen und den Einsatz von Kompositbögen.

Zahlreiche Geschossbolzen, die von Torsionsgeschützen abgefeuert wurden, vervollständigen das Bild. Damit spiegelt sich im Fundmaterial die Zusammensetzung einer Truppe aus Einheiten aus den unterschiedlichsten Provinzen des römischen Reiches wider, analog, wie es von den antiken Autoren für das Heer des Feldzuges von 235 n. Chr. beschrieben worden ist.

Weitere Funde:

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