Info-Point IV

Tod eines Kriegers

Nahkampf

In einem engbegrenzten Fundareal direkt oberhalb des Steilhanges lag ein kleiner zusammengehöriger Fundkomplex, der von besonderer Bedeutung für die Untersuchungen des Schlachtfeldes ist. Es gelang eine persönliche Ausstattung eines Beteiligten, wohl römischen Reiters oder eines germanischen Auxiliars in römischen Diensten zu fassen.

Abbildung: Fundkartierung – Teile einer Gürtelgarnitur, zehn Ringe eines Kettenhemdes, Schuhnägel, ein Messer, zwei Speerspitzen und eine in Nicaia (Kleinasien) geprägte Kupfermünze deuten auf einen im Kampf gefallenen Soldaten hin. Karte LK NOM und NLD Bezirksarchäologie Braunschweig.

Nahkampf

Dazu zählen eine Gürtelgarnitur aus Eisen, bestehend aus Schnallen, einer tierkopfverzierten Riemenzunge und vierzehn stäbchenförmigen Applikationen sowie ein Messer. Auf die Beteiligung eines Pferdes weisen Teile des Zaumzeuges und ein phallusförmiger Anhänger, der vermutlich als Amulett am Gürtel oder Pferdegeschirr befestigt war, hin.

Abbildung: Rekonstruktionsvorschlag der Gürtelgarnitur, Foto M. Failla

 

Nahkampf

Zum Umfeld dieser Funde gehören auch Sandalennägel, Reste eines Kettenhemdes, zwei römische Speerspitzen und eine in Nicaia/Kleinasien geprägte Kupfermünze.

Die verzierte Riemenzunge unter diesen Funden lädt zu einer kleinen Raterunde ein? Welches Tier siehst Du?

Abbildung: Gürtelgarnitur aus Eisen: Detail der tierkopfverzierten Riemenzunge. Foto. C.S. Fuchs, NLD.

 

Nahkampf

Der Verlust von Gürtel und Kettenhemd deutet auf einen verlorenen Kampf hin, dem sich entweder eine Ausplünderung des Verletzten bzw. Gefallenen durch den Gegner anschloss oder aber im günstigeren Fall eine Bergung durch seine Kameraden erfolgte.

Abbildung: Römischer Reiter am Harzhorn (Living History) (Foto H. Gilhaus)

 

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