Info-Point III

Vegetation

Vegetation der Vorrömischen Eisenzeit und der Römischen Kaiserzeit

Im direkten Umfeld des Harzhorns gibt es keine geeigneten Ablagerungen, mit deren Hilfe die Vegetationsentwicklung der unmittelbaren Umgebung rekonstruiert werden könnte, so dass vegetationsgeschichtliche (pollenanalytische) Ergebnisse vom Harzrand mit dem Eichsfeld und den umliegenden Mittelgebirgen herangezogen werden müssen. Die Höhenzüge und Kuppen des südwestlichen Harzvorlandes sowie der angrenzenden Mittelgebirge waren spätestens ab 900 v. Chr. mit Buchenwäldern bzw. buchendominierten Laubmischwäldern bedeckt.

Abbildung: Rinder im Hutewald (Foto H. Gilhaus)

Vegetation

In unmittelbarer Siedlungsumgebung entstanden durch Rodung Flächen für den Ackerbau, das Holz wurde vor allem für den Bau von Häusern, zum Heizen, zum Kochen und Backen sowie zur Herstellung von Gebrauchsgegenständen (Werkzeuge, Geschirr u. a.) verwendet. Spätestens ab der Eisenzeit wurde Holzkohle für die Erzverhüttung benötigt. Die ältesten Spuren dafür sind für das 3. Jh. n. Chr. in Düna bei Osterode belegt. Die Bewaldung am Harzhorn war im Mittelalter sicher geringer als heute, wie durch Spuren mittelalterlicher Wölbäcker in heute bewaldeten Teilen belegt ist. Die flachgründigen Kalkböden an den Hängen, insbesondere am Nordhang, eigneten sich weniger für den Ackerbau. Hier konnten vermutlich lediglich Holz und Kalksteine genutzt sowie Waldweide (Hutewald) betrieben werden (s. Abb.), was zu einer weitgehenden Entwaldung geführt haben dürfte.

Abbildung: Rinder im Hutewald (Foto H. Gilhaus)

 

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Für die ersten Jahrhunderte n. Chr. ist jedoch eine derartige Übernutzung in keinem der bekannten Pollendiagramme der Region zu belegen. Das Vorhandensein einer z. B. durch Waldweide (Hutewald) und Holznutzung bedingten lichteren Bewaldung des Harzhorns kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Sie wäre für einen effektiven Einsatz der Torsionsgeschütze, wie er vom Harzhorn archäologisch belegt ist, günstiger.

Abbildung: Auerochse im Hutewald im Reiherbachtal im Naturpark Solling-Vogler. (Foto Kurt Hapke, Zweckverband Naturpark Solling-Vogler)

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